Mehr Sicherheit bei Nacht: Die Gemeinde Lang setzt auf bedarfsgerechte Beleuchtung statt Nachtabschaltung

Die öffentliche Beleuchtung steht oft vor einem Dilemma: Energie sparen oder auf maximale Sicherheit setzen? Die steirische Gemeinde Lang hat mit der Implementierung der lixtec Radarsensoren eine zukunftsweisende Antwort gefunden. Wir beleuchten, wie der Wechsel von der Nachtabschaltung zur bedarfsgerechten Steuerung die Sicherheit für VerkehrsteilnehmerInnen und AnwohnerInnen auf ein neues Niveau gehoben hat, ohne die Umweltbilanz zu belasten.

Das Sicherheitsrisiko der Nachtabschaltung

Viele Gemeinden, so auch Lang in der Vergangenheit, setzen zur Kosten- und Energiesenkung auf die Nachtabschaltung. Dabei wird die Straßenbeleuchtung in den verkehrsschwachen Nachtstunden komplett ausgeschaltet. Die vollständige Abschaltung ist zwar ein Energiesparmodell, stellt jedoch aus sicherheitstechnischer Sicht ein erhebliches Risiko dar. Mit unserer Lösung in Lang ist ein Kompromiss zwischen Einsparung und Sicherheit nicht mehr nötig.

Langs smartes Upgrade: Sicherheit durch Radarsensoren

Die Gemeinde Lang hatte bereits auf moderne LED-Beleuchtung gesetzt. Entscheidend war jedoch die Nachrüstung an den richtigen Stellen:

  1. Vollständige Umstellung: Die vorhandenen älteren LED-Leuchten (ohne Zhaga-Schnittstelle) in der Ortsdurchfahrt wurden durch moderne LED-Leuchten mit der standardisierten Zhaga-Schnittstelle ersetzt.
  2. Kaskadennutzung: Die ausgetauschten, aber noch funktionsfähigen älteren LED-Leuchten wurden nicht entsorgt. Sie kamen an jenen Stellen in der Umfahrung und auf Nebenstraßen zum Einsatz, wo zuvor noch konventionelle, ineffiziente Beleuchtung (kein LED) installiert war. Das Ergebnis: Ein Upgrade für alle Straßen der Ortschaft.
  3. Die lixtec Integration: Auf den 64 Leuchten entlang der Ortsdurchfahrt (Jöss-Langweg) wurden unsere lixtec Radarsensoren in Kombination mit dem esave Lichtmanagementsystem installiert.

Mehr Licht, weniger Energie

Dank der Radarsensoren, deren Planung lixtec eng mit der Gemeinde abstimmte, wird die Beleuchtung nun bedarfsgerecht gesteuert:

  • In der Dämmerung: Die Beleuchtung wird auf ein Grundniveau gedimmt. Erst bei Erkennung einer Bewegung (FußgängerInnen, RadfahrerInnen, Autos) wird sie hochgedimmt.
  • In der Nacht: Das Licht ist komplett ausgeschaltet, wird aber sofort hochgefahren, sobald eine Bewegung registriert wird.

Das bedeutet: AnwohnerInnen und VerkehrsteilnehmerInnen sind jederzeit geschützt, während die Beleuchtung nur dann volle Leistung liefert, wenn sie wirklich gebraucht wird.

Wesentlicher Vorteil: Die Energieeinsparung ist im Vergleich zur reinen Nachtabschaltung sogar höher, da durch die Dimmung in der Dämmerungsphase, wo früher 100% Leuchtleistung gefordert war, zusätzlich Strom gespart wird.

Smart City Features für die Gemeinde

Die Implementierung bietet Lang außerdem weitere Vorteile:

  • Freie Konfigurierbarkeit: Die Beleuchtung ist über das Online-Lichtmanagementsystem jederzeit frei konfigurierbar. Das ermöglicht es der Gemeinde, die Einstellungen unkompliziert an aktuelle Bedürfnisse anzupassen – beispielsweise im Rahmen von lokalen Festen oder Veranstaltungen, bei den alljährlichen Zeitumstellungen oder saisonalen Dämmerungszeitpunkten.
  • Proaktive Wartung: Störungsmeldungen der Beleuchtung kommen über das Online-System direkt ins Büro, was eine schnelle Reaktion und effiziente Wartung garantiert und Ausfallzeiten minimiert.

Mit der Entscheidung für bedarfsgerechte Beleuchtung hat die Gemeinde Lang bewiesen, dass Sicherheitsstandards und Energieeffizienz Hand in Hand gehen können.

Fotos: LEXPIX