Sie stehen vor der Entscheidung, Ihre öffentliche Beleuchtung auf bedarfsgerecht umzustellen. Das Ziel ist klar: Energie- und Wartungskosten senken, CO2 sparen und die Umwelt schonen. Neben der Sensorwahl (siehe unser Blog Artikel „Maßgeschneidertes Licht: Welcher lixtec Sensor passt zu Ihrer Außenbeleuchtung?“) tauchen weitere Fragen auf, die über den Erfolg entscheiden:
- Hardware: Welche Geräte benötige ich pro Leuchte, und wie spare ich bei der Installation?
- System: Welches Lichtmanagementsystem bevorzuge ich und welche Art Sensor muss ich daher wählen?
- Vernetzung: Brauche ich eine online Vernetzung meiner Anlage?
Dieser Artikel ist Ihr Leitfaden durch die Architektur der modernen Beleuchtung. Wir gewähren Ihnen einen tiefen Einblick in die grundlegenden Möglichkeiten. Wir präsentieren unsere 2-in-1-Lösung zur Installationsvereinfachung und die flexiblen Systemstrategien, die exakt zu den Anforderungen Ihrer Stadt oder Gemeinde passen.
1. Hardware: Das 2-in-1-Prinzip – Sensor trifft Controller
Ob Bestands-Umrüstung oder Neuanlage: Bei der Planung von bedarfsgerechter Beleuchtungs-Steuerung sind zwei Komponenten essenziell: der Controller (zur Verarbeitung von Befehlen, Dimmung und Funkkommunikation) und der Sensor (zur Bewegungserfassung). Die Radarsensoren von lixtec bieten in der SLC Variante die elegante Vereinigung beider Funktionen in einem einzigen Modul.
Warum ist das von Vorteil?
- Es ist nur eine Schnittstelle nötig: Viele LED-Leuchten besitzen nur eine Zhaga-Schnittstelle. Mit einem lixtec SLC Sensor, der gleichzeitig die Funktion eines Controllers erfüllt, wird keine weitere Zhaga-Schnittstelle benötigt.
- Kostenersparnis: Durch die 2-in-1-Lösung wird der Kauf und die Installation eines separaten Controllers überflüssig. Dies senkt die Gesamtkosten der Anlage.
- Flexibilität: Darüber hinaus bietet die 2-in-1 Lösung maximale Flexibilität, was die optionale Erweiterung von Beleuchtungsanlagen in Richtung Smart City betrifft: Leuchten mit zwei Zhaga-Schnittstellen (oben und unten) können genutzt werden, um Bewegungssensoren (unten) mit anderen Komponenten (z.B. Umweltsensoren zur Messung der Luftqualität oder Kameras für das Parkraum-Management) zu kombinieren und die Beleuchtungsinfrastruktur für weitere Anwendungen zu nutzen, ohne die zweite Schnittstelle mit einem Controller besetzten zu müssen.
2. System: Dimm-Steuerung – SLC oder solo?
Auch die Art der Steuerung fällt ins Gewicht. Wir bieten unsere Sensoren entweder als Komplettpaket mit dem esave Lichtmanagementsystem an oder mit der Möglichkeit der Anbindung an Ihre präferierte Systemlandschaft.
Variante A: lix.one und lix.pure SLC (mit esave Smart Lighting Control)
Die SLC-Variante ist die integrierte Komplettlösung mit einfacher Handhabung im geschlossenen System.
- Kernfunktion: Beinhaltet die Funkvernetzung und die volle Integration in das esave Lichtmanagementsystem.
- Vorteile: AnwenderInnen profitieren von 100% esave-Kompatibilität, der Stabilität des Mesh-Netzwerks, das die Sensoren miteinander verbindet und der optionalen Nutzung des Cloud-basierten esave Web-Interfaces für Konfiguration, Fernüberwachung und detaillierte Statistik.
- Ideal für: BetreiberInnen, die ein zuverlässiges und bewährtes System wünschen, das von der Sensorik bis zur Cloud aufeinander abgestimmt ist.
Variante B: lix.one und lix.pure solo (offene D4i-Schnittstelle)
Die solo-Variante der lixtec Radarsensoren bietet maximale Flexibilität und Offenheit für bestehende oder präferierte Lichtmanagementsysteme.
- Kernfunktion: Die D4i-kompatible Variante stellt eine offene Schnittstelle zur Verfügung und liefert lediglich das radarspezifische Steuersignal an den Controller.
- Vorteile: Der Sensor kann in Verbindung mit beliebigen D4i-kompatiblen Lichtmanagementsystemen verwendet werden. Er ermöglicht die radarbasierte Steuerung ohne Bindung an ein spezifisches Funknetzwerk.
- Ideal für: Gemeinden und Versorger, die bereits ein D4i-kompatibles Lichtmanagementsystem im Einsatz haben und dieses lediglich um die lixtec-Radar-Detektion erweitern möchten oder aus anderen Gründen ein bestimmtes Lichtmanagementsystem bevorzugen.
3. Vernetzung: Kommunikation – Autark oder vernetzt
Jede Stadt und Gemeinde hat andere Prioritäten. Während einige aus Sicherheits- oder Kostengründen offline und autark operieren möchten, benötigen andere umfassende Datenauswertung, Fernwartung und zentrale Kontrolle über eine Cloud-Anbindung. Die lixtec-Sensoren setzen in der SLC Variante auf ein lokales Funk-Mesh-Netzwerk als technologische Basis für eine niedrige Latenzzeit und schnelle Reaktion. Aufbauend auf dieser robusten Technologie haben Sie die Freiheit, den passenden Betriebsmodus für Ihre Anforderungen zu wählen.
Autarkes Mesh-Netzwerk (Offline-Betrieb)
Die Sensoren bilden ein lokales, robustes Funk-Mesh-Netzwerk und sind so untereinander vernetzt. Es besteht keine Verbindung nach außen zur Cloud.
- Sicherheit: Höchste Sicherheit, da das System autark arbeitet und keine Angriffspunkte von außen über das Internet bietet. Ideal für AnwenderInnen, die offline bleiben möchten.
- Kosten: Keine Folgekosten für Software, Server oder Systemwartung. Einmal konfiguriert, ist keine weitere Wartung nötig.
- Skalierbarkeit: Sollte später der Wunsch nach einem Lichtmanagementsystem bestehen, kann es jederzeit über einen Gateway eingebunden werden.
Mesh-Netzwerk mit Gateway (Cloud-Anbindung)
Die Sensoren bilden auch in diesem Fall ein lokales Funk-Mesh-Netzwerk für die schnelle Kommunikation der Nachbarleuchten. Im Gegensatz zur autarken Variante ist dieses jedoch über einen zentralen Gateway (Knotenpunkt) mit dem Lichtmanagementsystem und der Cloud verbunden.
- Kontrolle: Durch die Software sind alle Informationen über die gesamte Anlage jederzeit zentral zugänglich.
- Wartung: Frühzeitige Benachrichtigung über Störungen in der Beleuchtungsanlage; Fernwartung und Konfigurationsänderungen (z.B. Dimmprofile) sind jederzeit von jedem Ort aus möglich.
- Daten: Umfangreiche Datenauswertung (z.B. zur tatsächlichen Nutzung der Straßen) und detaillierte Informationen zu Energiestatistik, Bewegungszähler und LED-Helligkeit
- Skalierbarkeit: Jeder Gateway kann bis zu 120 Sensoren an die Cloud anbinden.
Fazit: Die lixtec Sensoren sind weit mehr als einfache Bewegungsmelder. Sie bilden die Grundlage für eine zukunftssichere Infrastruktur und sind integrierte, flexible Steuerungseinheiten. Sie haben die Kontrolle: Sie entscheiden über das passende Lichtmanagementsystem und legen die Architektur Ihrer Anlage fest – vom autarken Mesh-Netzwerk bis hin zur vollen Smart-City-Konnektivität.
Mit lixtec wählen Sie volle Kontrolle und maximale Flexibilität, um Ihre bedarfsgerechte Beleuchtung exakt an die Sicherheits-, Budget- und Vernetzungsanforderungen Ihrer Gemeinde anzupassen.
Weiterführende Artikel:
Maßgeschneidertes Licht: Welcher lixtec Sensor passt zu Ihrer Außenbeleuchtung?
Die Zukunft ist smart: Lichtmanagementsysteme als Schlüssel zur bedarfsgerechten Beleuchtung
