Wie wirkt sich bedarfsgerechte Straßenbeleuchtung auf das Sicherheitsgefühl aus?

Wenn sich niemand auf der Straße befindet, herrscht bei bedarfsgerechter Straßenbeleuchtung typischerweise eine Grundbeleuchtung von 10%. Durch diese Grundbeleuchtung können Anwohner einer Wohnstraße bei Dunkelheit aus dem Fenster blicken und alles in ihrer Umgebung erkennen. Nähert sich nun ein Objekt, wird das Helligkeitsniveau innerhalb von Sekundenbruchteilen auf 100% hochgefahren. Das Helligkeitsniveau bleibt so lange auf dieser Stufe, bis es nach einer programmierten Haltezeit wieder zur energiesparenden Grundhelligkeit zurückkehrt. Der Übergang von 100 % auf 10 % erfolgt sehr langsam, damit dies für Anrainer nicht als störend empfunden wird. Es soll auf diese Weise möglich werden, ohne Sicherheits- und Komforteinschränkungen den Energieverbrauch und die Lichtemissionen der Außenbeleuchtung deutlich zu verringern.

Um eine optimale Ausleuchtung für Personen und Fahrzeuge zu gewährleisten, müssen diese zuverlässig detektiert werden können. Außerdem müssen die Sensor-Systeme miteinander kommunizieren können, um Erkennungen weitergeben zu können. Dafür ist ein lokales Funknetzwerk notwendig, mit welchem die Leuchten untereinander kommunizieren können. Das subjektive Sicherheitsgefühl wird durch solch ein innovatives Detektions- und Kommunikationssystem im Vergleich zu autonom schaltenden Leuchten mit Bewegungsmeldern erheblich erhöht, da die Fläche in Bewegungsrichtung der Person bereits ausgeleuchtet ist, bevor sie diese betritt bzw. befährt. Somit bewegen sich Personen und Fahrzeuge nicht gegen ein „dunkle Wand“, sondern haben eine gut ausgeleuchtete Fläche vor sich. Personen und Fahrzeuge bewegen sich in einer begleitenden
„Lichtwolke“.

Wie funktioniert die Kommunikation der Sensoren untereinander?

Die Sensorik kommuniziert über ein selbst organisierendes Mesh-Netzwerk auf einer Frequenz von 2.4 GHz (ähnlich wie WLAN und Bluetooth). Die Reichweite des Funks beträgt bis zu 300 m. Optional ist auch eine Cloud-Anbindung möglich, welche eine Konfiguration, Steuerung und Kontrolle der Leuchten bequem mittels benutzerfreundlicher Browseranwendung vom Arbeitsplatz aus ermöglicht.

Wie lange ist die Lebensdauer der Sensoren?

Da in den Lösungen von lixtec keine Verschleißteile eingebaut sind, beträgt die erwartete Lebensdauer der Sensoren bis zu 30 Jahre. Da wir langfristige Kundenbeziehungen anstreben und ein zuverlässiger Partner sein wollen, wurde bereits bei der
Entwicklung auf allerhöchste Qualität geachtet.

Worin unterscheiden sich Radar und PIR (Passive Infrarot) Sensoren?

Vorteile der Radar- gegenüber PIR-Sensoren sind die präzise Erfassung bei hohen Temperaturen, eine höhere Erfassungsreichweite, sowie eine präzise Objektidentifizierung. Des Weiteren können Schnee, Schmutz und andere Außenbedingungen die Leistung des PIR-Sensors beeinträchtigen, wenn dieser für eine Außenanwendung vorgesehen ist. Dies öffnet die Tür für Radar als Erfassungslösung für verschiedene Anwendungen, bei denen die traditionelle PIR-Technik ihre Grenzen hat. So kostengünstig PIR auch ist, es gibt Einschränkungen in der Leistung. Um Verkehrsteilnehmer schon aus weiter Ferne erkennen zu können, benötigt es einen sicheren Auslöser, der lieber einmal öfter auslöst, als einmal zu wenig. Ein einfacher PIR-Sensor besitzt eine geringe Reichweite von maximal 20 Metern. Mit einem Radar-Sensor hingegen kann die Reichweite wesentlich erhöht werden. Unsere Systeme lix.detect SLC und lix.one SLC, welche auf Radar-Sensorik basieren, können Fußgänger auf eine Entfernung von 20 m bis 25 m, PKWs auf 60 m bis 70 m und LKWs und Busse auf über 100 m erkennen.

Ist bedarfsgerechte Beleuchtung nur auf Geh- und Radwegen sinnvoll, oder auch auf Straßen?

Aufgrund der höheren Geschwindigkeiten von motorisierten Fahrzeugen ist es notwendig, dass diese bereits frühzeitig erkannt werden, um eine entsprechende Ausleuchtung der Fahrbahn zu garantieren. Durch die hohe Reichweite des Radarsensors von bis zu 100m können die Lösungen von lixtec auch problemlos auf Straßen eingesetzt werden.

Welche Vorteile bietet die bedarfsgerechte Beleuchtung im Vergleich zu einer Zeitsteuerung?

Im Vergleich zu einer fixen und unflexiblen Zeitsteuerung bietet die bedarfsgerechte Steuerung den Vorteil, dass Licht wirklich nur dann leuchtet, wenn es benötigt wird, ohne hinzukommenden Aufwand und in normgerechter Beleuchtungsstärke. Das System arbeitet selbstständig und dynamisch. Damit können Energieeinsparungen von bis zu 48 % gegenüber einem klassischen zeitgesteuertem Dimm Profil (tägl. von 24 bis 6 Uhr mit 50% Absenkung) erreicht werden.

Wieviel Energie und CO2 kann durch bedarfsgerechte Beleuchtung eingespart werden?

Vor allem bei Siedlungsstraßen, Geh- und Radwegen sowie Parks ist die Benutzungsfrequenz in der Nacht sehr oft so gering, dass herkömmliche Leuchten einen Großteil der Zeit ohne jeglichen Bedarf im Volllastbetrieb sind und somit Unmengen an Energie nutzlos verschwenden. Die Berechnungen und Erfahrungswerte von lixtec haben ein Energieeinsparungspotenzial vom rund 60 % gegenüber herkömmlicher LED-Straßenbeleuchtung ohne Sensorik gezeigt. Für eine Stadt wie Graz mit 25.000 Lichtpunkten ergibt das eine CO2 Einsparung von 652 Tonnen CO2 pro Jahr (Berechnung mit dem österreichischen Strommix 1 kWh = 0,28kg CO2).